Preise für Immobilien kannten in den vergangenen Jahren nur einen Weg: nach oben. Die Rally setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Doch der Preisanstieg für deutsche Immobilien hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verringert. Das zeigt der aktuelle Monatsbericht der Deutschen Bundesbank. Hauptgrund ist eine abgeschwächte Nachfrage nach Wohnraum. Gleichzeitig ist der Wohnungsbau konstant geblieben, sodass sich Angebot und Nachfrage angenähert haben, heißt es im Bundesbank-Bericht.

Auch andere Erhebungen bescheinigen einen geringeren Preisanstieg, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in einer aktuellen Analyse zum Bundebank-Bericht. So hatte der Verband Deutscher Pfandbriefbanken ausgerechnet, dass die Preise für selbstgenutzte Immobilien im Jahr 2019 um 6,75 Prozent gestiegen sind. Im Vorjahr lag der Preisanstieg bei 7,75 Prozent. In Deutschlands sieben wichtigsten Großstädten hat sich das Wachstum laut Bundesbank besonders stark verlangsamt. In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Jahr 2019 um 6,5 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 9 Prozent.  

Angepasste Mieten

In den Großstädten haben sich zudem die Mieten an die Preisentwicklung angepasst. So waren die Mietpreise bei Neuverträgen in diesen Städten im Jahr 2019 um 2,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das laut Bundesbank ein moderater Wert. "Damit erhöhten sich die Mieten in den Städten mit der niedrigsten Rate seit dem Jahr 2010", heißt es im Bericht der Bundesbank. (fp)