Der Aufschwung am deutschen Immobilienmarkt geht auch im elften Jahr weiter. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), die sich auf Angaben des Statistischen Bundesamtes bezieht, stiegen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Durchschnitt um 5,2 Prozent. Interessant: Nicht nur Wohnungen und Häuser in Großstädten, sondern inzwischen auch in städtischen Kreisen und sogar in ländlichen Regionen hätten sich spürbar verteuert. 

Besonders dynamisch würden sich der Zeitung zufolge unverändert die Immobilienmärkte in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf entwickeln: Hier verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser um zehn Prozent und Eigentumswohnungen um 8,6 Prozent. In den übrigen kreisfreien Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohner seien die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen um 7,1 und 7,0 Prozent geklettert. 

Die von den Statistikern beobachtete anhaltend starke Preisentwicklung stehe der FAZ zufolge im Gegensatz zu Meldungen, dass mit einem Ende des deutschen Immobilienbooms zu rechnen sei. So habe das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln kürzlich gewarnt, dass eine Trendumkehr bevorstehe. Das IW basiert seine Warnung auf Einschätzungen von Projektentwicklern und institutionellen Investoren zu dem Immobilienmarkt und erstellt daraus einen Index. Dieser IW-Immobilienindex sei im Herbst auf den niedrigsten Wert seit 2014 gesunken.  Allerdings: Hierbei fließen auch die Entwicklungen bei Gewerbeimmobilien mit ein. Diese reagieren aber schneller auf  konjunkturelle Abschwächungen. (jb)