Der Höhenflug am deutschen Immobilienmarkt ist und bleibt wohl auch ungebrochen. Im dritten Quartal 2019 verteuerten sich Eigentumswohnungen um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf im Schnitt 2.030 Euro pro Quadratmeter. Bei den Häusern kletterten die Preise um 7,4 Prozent auf 2.670 Euro je Quadratmeter. Das zeigt die jüngste Auswertung des Hamburger Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung (Gewos), die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vorliegt.

Damit entkoppeln sich die Immobilienpreise immer mehr von den Mieten. Die Neuvertragsmieten kletterten im dritten Quartal im Schnitt nur um 3,7 Prozent, zeigen die Gewos-Daten. In den Städten wächst deshalb die Furcht vor Übertreibungen. "Die Blasengefahr ist auch hoch, weil die Preise vielerorts dem mittleren Einkommen beziehungsweise Eigenkapital entronnen sind", zitiert die "Deutsche Presse-Agentur" aus einem Bericht des Immobilienspezialisten Empirica.

Deutschland steckt in einem Baustau
Derweil spitzt sich die Lage zu. Die Bauindustrie kommt mit der Flut der Aufträge nicht hinterher. So wurden 2018 zwar 693.000 Wohnungen genehmigt, im vergangenen Jahr entstanden laut "FAZ" aber nur rund 300.000 neue Wohnungen in Deutschland – 75.000 weniger als von der großen Koalition angepeilt. (fp)