Eine hohe Volatilität ist aktuell die größte Herausforderung für Anleger. Das zeigt eine Studie  des Vermögensverwalters Natixis Global Asset Management (NGAM) unter 500 institutionellen Investoren. Unter den Befragten aus Deutschland sehen 84 Prozent eine hohe Volatilität als größtes Risiko für ihre Anlagestrategie an. Rund 90 Prozent betrachten niedrige Renditen als bedeutende Herausforderung für institutionelle Portfolios. Zwei Drittel der befragten deutschen Investoren erwarten für die nächsten drei Jahre dementsprechend Probleme bei der Finanzierung ihrer langfristigen Verpflichtungen.

Anleger konzentrieren sich zunehmend auf das Risikomanagement, geht aus der Studie hervor. Dabei fühlten sie sich überwiegend bereits recht sicher. Baustellen gibt es indes noch bei den Themen Asset Allokation und Portfoliokonstruktion: Rund 60 Prozent der befragten deutschen Investoren betrachten die strategische Asset-Allokation als Herausforderung. Mehr als die Hälfte gab an, nur schwer taktische Vorteile aus Marktbewegungen ziehen zu können.

Immobilien und Aktien sind gefragt
Investoren den Immobiliensektor in diesem Jahr für die attraktivste Anlageklasse. Zwei Drittel der befragten deutschen Anleger wollen ihre Immobilienquote erhöhen. Auch bei globalen Aktien zeigen sich die deutschen Investoren zuversichtlich. Fast zwei Drittel wollen globale Aktien nachkaufen. Bei heimischen Aktien wollen 40 Prozent der Anleger zugreifen. "Wir interpretieren die Ergebnisse so, dass eine große Rotation von Bonds zu Aktien stattfindet. Allerdings nicht wahllos: Unternehmen mit hoher Qualität sind gefragt", sagt Jörg Knaf, Managing Director für Nordeuropa bei NGAM.

Auch alternative Investments gehören zunehmend zum Standard. Rund 70 Prozent der deutschen Studienteilnehmer halten ein Investment in alternative Anlagen für essentiell, um Risiken zu diversifizieren. Rund zwei Drittel der Befragten erwarten in diesem Jahr bessere Ergebnisse für alternative Investments als im vergangenen Jahr.

Alte Regeln gelten nicht mehr
Mehr als 70 Prozent der befragten deutschen Investoren halten die traditionellen Modelle der Portfoliokonstruktion nicht für den besten Weg, um Risiko und Ertrag in Einklang zu bringen. Rund 70 Prozent sagen außerdem, dass neue Modelle entwickelt werden müssen, um eine bessere Performance und höhere Renditen zu erzielen. (ww)