Small Caps mittelfristig Outperformer / Small Caps leiden zu Unrecht unter schlechtem Ruf ihres Marktumfelds / Profitabilität wieder im Mittelpunkt

 

Frankfurt/M. "Die Aussichten für niedrigkapitalisierte Werte sind gut. Ihre strategische Ausrichtung auf Kernkompetenzen, eine zum Teil signifikante Unterbewertung im Vergleich zu hochkapitalisierten Unternehmen, eine deutlich verbesserte Kommunikation und die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen lassen mittelfristig eine Outperformance erwarten", schreiben die Analysten der INVESCO Asset Management Deutschland GmbH in der neuen Ausgabe ihrer Publikation "Risk & Reward".

 

Im Vergleich zu hochkapitalisierten Unternehmen wiesen Small Caps in den letzten 24 Monaten eine erfreuliche Entwicklung auf. Lediglich die Auswirkungen des 11. Septembers hätten den positiven Trend kurzfristig unterbrochen. Auch für eine zukünftig positive Entwicklung gäbe es eine Reihe von Gründen. Von Vorteil seien die klar definierten Geschäftsmodelle und die im Vergleich zu hochkapitalisierten Unternehmen günstigen Bewertungen. Auch werde durch die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, wie beispielsweise die Einführung des neuen Übernahmegesetzes, das Small Caps Segment an Attraktivität gewinnen. So werde das Gesetz unter anderem sicherstellen, dass Kleinaktionäre und Großinvestoren einander gleichgestellt würden. Zukünftig müsse ein strategischer Käufer ab einer Holdinggrenze von 30% jedem Aktionär ein Abfindungsangebot in entsprechender Höhe unterbreiten. Das Novum für deutsche Gesellschaften bestehe darin, dass das Abfindungsangebot für Klein- und Großaktionäre gleich hoch sein müsse.   Zudem schaffe eine liberale Übernahmegesetzgebung Disziplin im Management und sporne zu guter Leistung an. Denn Unternehmen seien besonders dann beliebte Übernahmekandidaten, wenn sie zwar fundamental gesund, aber schlecht gemanagt und dadurch unterbewertet seien.

 

Auch das "Going Private" sei einfacher geworden. Aktiengesellschaften, denen es nicht gelungen sei, Investoren zu begeistern, könnten ihr Börsenlisting bei entsprechendem Abfindungsangebot aufgeben. Dies bedeute für den Anleger Kursaufschläge von bis zu 30%.

 

Des weiteren fördere die neue Steuerregelung, die Abstoßung nicht kerngeschäftsrelevanter Unternehmensteile und somit die Konzentration auf das Wesentliche, was wiederum zu erhöhter Profitabilität führe. Auch die Kommunikation der Unternehmen mit den Medien und dem Kapitalmarkt rücke immer mehr in den Vordergrund.