Das erste Quartal 2019 hat den Kapitalmärkten sichtlich gut getan. Die Verluste vom Ende des Jahres haben sich inzwischen deutlich relativiert. "Wenn wir der allgemeinen Definition von Bullen- und Bärenmärkten folgen, befinden wir uns in einem neuen Bullenmarkt", sagt David Wehner, Senior Portfoliomanager bei Do Investment. Der Experte schätzt: Die Bullen bleiben obenauf, doch sie werden mit steigenden Schwankungen zu kämpfen haben. 

Im Jahr 2018 endete – zumindest an den US-Börsen – die längste Haussephase der Börsengeschichte. Genau 3.482 Tage hatten die Bullen das Sagen, dann setzten sich die Bären durch, wenn auch nur kurz. Seit dem Tief haben sich die Märkte mit hoher Dynamik erholt. Nicht ganz unschuldig daran sind die Zentralbanken mit ihren Liquiditätsmaßnahmen. "Diese Unterstützung kombiniert mit einer technischen Korrektur haben seit Januar zu einer starken Erholung an den Kapitalmärkten geführt", sagt Wehner. 

Rezession ist kein Thema
Der Investmentprofi erwartet zwar, dass sich in den kommenden Monaten die wirtschaftliche Dynamik entschleunigt. Eine Rezession drohe aber dennoch nicht. "Für 2019 gehen wir von einer Bodenbildung und einer Erholung der Frühindikatoren in der zweiten Hälfte des Jahres aus", sagt er. Auf die Zinsen als Frühindikatoren sollten sich Anleger allerdings nicht verlassen, denn die haben aufgrund der geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken ihre Signalfunktion verloren. (fp)