Investments in den Rohstoffsektor können die Performance eines Portfolios verbessern: "Wir ermuntern Anleger, ein Investment im Rohstoffsektor als Teil ihrer langfristigen Asset-Allokation in Betracht zu ziehen und in Rohstoffen ein Investment zu sehen, nicht bloß ein Trading-Objekt", sagt Tal Lomnitzer, Senior-Portfoliomanager für Global Natural Resources bei der Vermögensverwaltung Janus Henderson Investors. 

Lomnitzer hat dabei vor allem Rohstoffaktien im Blick, also Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Roh- und Werkstoffe, Energie und Landwirtschaft: Diese könnten auf lange Sicht  negativ mit dem breiten Aktienmarkt korrelieren und hätten gleichzeitig das Potenzial, ähnlich hohe Renditen abzuwerfen: "Unsere Untersuchung deutet darauf hin, dass es durch Beimischung von Rohstoffaktien in ein Marktportfolio möglich ist, eine ähnlich hohe Rendite zu erzielen, aber bei geringerem Risiko gemessen an der Volatilität", sagt Lomnitzer. 

Ohne Rohstoffe keine Digitalisierung
Und die Nachfrage nach Rohstoffen sei grundsätzlich intakt, weil sie grundlegende und unverzichtbare Bausteine der wirtschaftlichen Entwicklung seien. Die Nachfrage nach Kohle und Öl werde wahrscheinlich nicht mehr lange steigen und dann sogar sinken. Andere Ressourcen wie Kupfer, Lithium, Kobalt, Nickel, Eisenerz und Silber würden hingegen für die erneuerbaren Energien benötigt. Zudem erfordere die Digitalisierung riesige Serverfarmen und enorme Mengen an Energie: "Auf dem Weg zu einer digitalisierten, elektrifizierten Zukunft, in der auf fossile Brennstoffe völlig verzichtet werden kann, spielen Rohstoffe eine entscheidende Rolle", sagt Lomnitzer. (fp)