Der parabolische Anstieg der Gamestop-Aktie hat breite Wellen in der Öffentlichkeit geschlagen. Insbesondere Hedgefonds mussten massive Verluste hinnehmen, weil sich Retail-Spekulanten nicht nur wie besessen auf Anteilscheine des Computerspiel-Verkäufers stürzten, sondern auch die Kurse anderer Papiere mit hoher Leerverkaufsquote absichtlich in die Höhe trieben. Trotzdem wird der "Zockerkrieg" ein lokal begrenztes Phänomen ohne dauerhafte Marktbedeutung bleiben, sagt Paul O’Connor, Multi-Asset-Experte bei Janus Henderson Investors. 

Die Aktienmärkte waren zwar einige Tage sehr volatil, als sich die Konflikte zuspitzen. Insgesamt hielten sich die Auswirkungen für langfristig orientierte Investoren aber in Grenzen. Auch die Kredit-, Rohstoff- und Devisenmärkte blieben vom Chaos bei Gamestop und ähnlichen Aktien weitestgehend unberührt. "Die Aufsichtsbehörden werden zweifellos die jüngsten Entwicklungen untersuchen und möglicherweise einige Gegenmaßnahmen ergreifen", sagt O’Connor. Außerhalb der Vereinigten Staaten dürfte das Ergebnis dieser Untersuchung aber keine breiteren Wellen schlagen. (fp)