Die Stimmung ist gut in Japan: Der heimische Dienstleistungssektor entwickelt sich zunehmend positiv. Das zeigt die jüngste Tankan-Umfrage, der vierteljährliche Geschäftsklimaindex der Bank of Japan. Von der nachlassenden Weltkonjunktur lässt sich die Inlandsnachfrage der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt also nicht aus der Ruhe bringen, sagt Jesper Koll, Japan-Chef beim Vermögensverwalter Wisdom Tree. 

Zwar will die japanische Regierung im kommenden Oktober die Verbrauchsteuern erhöhen. Zugleich ist aber auch ein Fiskalpaket geplant, das die Steuerzahler um zwei Billionen Yen entlastet – das entspricht umgerechnet etwa 16 Milliarden Euro. So soll die Kaufkraft nicht allzu stark unter der Umsatzsteuererhöhung leiden. 

Unternehmerischer Optimismus
Das produzierende Gewerbe in Japan hat sich dagegen zuletzt weniger glanzvoll entwickelt. Die Industrie ließ sich von der globalen Rezession nach unten ziehen. Ein Blick auf die geplanten Geschäftsinvestitionen stimmt dennoch optimistisch: Im laufenden Jahr wollen japanische Unternehmen ihre Investitionen um 1,2 Prozent zu ausweiten, zeigt die Tankan-Umfrage. (fp)