Trotz Niedrigzinsen und einer Fülle an globalen Wirtschaftskonflikten schauen viele deutsche Anleger positiv in die Zukunft. Fast jeder Dritte rechnet mit einer Verbesserung seiner finanziellen Situation im nächsten Jahr, belegt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Toluna im Auftrag der European Bank for Financial Services (Ebase).

Besonders optimistisch sind 18- bis 29-Jährige. Unter den jungen Erwachsenen rechnen 60 Prozent mit einer besseren finanziellen Lage im Jahr 2020. An der bevorzugten Anlagestrategie der Deutschen kann aber auch das Niedrigzinsumfeld nichts ändern. Die Mehrheit der Befragten schätzen sich selbst als überwiegend konservativ beim Thema Geldanlage ein. Aber: Immerhin 13 Prozent sind bereit, im kommenden Jahr mehr Risiko mit ihrem Geld einzugehen.

Ein Fünftel mag Fonds und ETFs
Rund jeder fünfte Befragte will in 2020 sein Geld in Fonds oder ETFs anlegen. Die meisten Deutschen bleiben aber faul, was das Thema Investments angeht, zeigt die Ebase-Umfrage. 58 Prozent der Befragten wollen nichts an ihrem Sparverhalten ändern, elf Prozent wollen weniger beiseitelegen. Doch wer ein Vermögen aufbauen will, muss investieren, sagt Ebase-Geschäftsführer Rudolf Geyer. Die Liebe der Deutschen zum Sparbuch sei unverständlich: "Obwohl nunmehr fast 70% der Studienteilnehmer der Ansicht sind, dass sich die Geldanlage mit Sparbuch nicht lohnt, wird es auch im neuen Jahr die am weitesten verbreitete Anlage sein." (fp)