Der legendäre US-Investor Jim Rogers würde derzeit zwar kein Gold kaufen, sei aber weiterhin "long" im gelben Edelmetall, erklärt er im Interview mit dem US-amerikanischen TV-Sender "RT's BoomBust". Momentan richte sich sein Fokus jedoch auf Zucker.

Noch zu früh für Neuinvestments in Gold
Rogers habe seine Goldbestände weder reduziert noch werde er sie abbauen, er habe jedoch einige Positionen abgesichert. Für Neuinvestments sei es derzeit noch zu früh, die Chancen stünden seiner Ansicht nach zu einem späteren Zeitpunkt deutlich besser. Rogers hat dabei vor allem die Entwicklung in Indien als einem der weltgrößten Goldkäufer im Auge. Die Bevölkerung habe über viele Jahre große Bestände aufgebaut und nun würden die Politiker versuchen die Menschen dazu zu bringen, ihr Gold zu verkaufen, so die 71-jährige Investmentlegende – man müsse daher genau beobachten, was sich daraus ergibt.

Fokus auf Zucker
Ein "guter Kauf" ist für Rogers derzeit Zucker, dessen Preis 75 Prozent unter dem Höchststand notiere. Vor allem hinsichtlich der Entwicklung, dass die weltweite Produktion sinkt, während die Nachfrage – insbesondere in den Schwellenländern – steigt. Rogers' Appetit auf süße Rohstoffe spiegelt sich derzeit auch in den Preisen für Kakao wider – diese sind bereits den fünften Monat in Folge gestiegen und verzeichneten damit die längste Rallye in elf Jahren. Gleichzeitig fielen die Lagerbestände, beobachtet durch ICE Futures U.S., auf das niedrigste Niveau seit Juni 2011.

Blase an den Aktienmärkten
Rogers äußerte sich auch zu den Aktienmärkten. Es handle sich dabei um eine "Blase", die sich aber solange weiter ausdehnen könne, solange die Notenbanken den Markt weiterhin mit Geld fluten. (mb)