Investoren, vor allem jene mit hohen Beständen an US-Staatsanleihen, sollten sich langsam Sorgen machen. Denn die Wirtschaft der Nation läuft auf vollen Touren und macht Zinserhöhungen immer wahrscheinlicher. Mittlerweile bestätigen erste Schätzungen zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, dass die US-Wirtschaft weiter boomt. Das vierteljährliche BIP-Wachstum von 4,1 Prozent annualisiert bzw. 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei beeindruckend, schreiben die Experten von J.P. Morgan Asset Management in der aktuellen Ausgabe des Newsletters "The Weekly Brief".

Veränderung des US-Wirtschaftswachstums zum Vorjahr in Prozent

Traumszenario: Alle profitieren
Dabei würden Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen von den fiskalpolitischen Impulsen der US-Regierung profitieren. Das Verbrauchervertrauen verharrt in der Nähe des Zyklushochs, während die Unternehmen durch private Investitionen zum
Aufschwung beitragen. Diese legten gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent zu.

Es ist J.P. Morgan AM zufolge allerdings unwahrscheinlich, dass das Wachstum noch sehr viel länger so kräftig verlaufe. Solange die Daten sich nicht ändern, bleibe nach Ansicht der Investmentprofis ein risikoorientierter Ansatz angebracht, wobei die geopolitischen Entwicklungen dennoch weiter berücksichtigt werden müssten. (aa)