Nach der guten Entwicklung an den Aktienmärkten im ersten Halbjahr zeigen sich viele Marktteilnehmer skeptisch, was den Rest des Jahres angeht. Für Paul Quinsee, Aktienchef bei J.P. Morgan Asset Management, sprechen jedoch mehrere Gründe dafür, dass sich Börseninvestments auch künftig lohnen. Vor allem führende Wachstumsaktien von Softwareunternehmen wiesen "noch immer außerordentlich gute Fundamentaldaten auf."

Darüber hinaus sieht Quinsee Potenzial in günstig bewerteten Value-Segmenten – vor allem Finanzunternehmen und Konsumkonzernen, die "Disruptionen gegenüberstehen, sich aber besser entwickeln dürften als erwartet." Auch kleine Unternehmen aus dem Technologiesektor könnten weiterhin punkten, sagt der Aktienexperte. Denn sie werden weniger streng kontrolliert als Großkonzerne und profitieren vom digitalen Wandel in verschiedenen Industriezweigen. 

Aktienumfeld verschlechtert sich
Die zurückhaltenden Erwartungen an den Aktienmärkten begründet Quinsee mit dem derzeitigen "Gegensatz zwischen steigenden Preisen und rückläufigen Gewinnerwartungen." Die Entwicklung hinge mit einer Verschärfung des Handelskonflikts zwischen China und den USA sowie einer schwächelnden Weltkonjunktur zusammen. (fp)