Die Luft an den Aktienmärkten wird langsam dünner: "Nach den Kursgewinnen im ersten Quartal sind wir nun etwas vorsichtiger geworden", sagt Paul Quinsee, Managing Director und Global Head of Equities bei J.P. Morgan AM. "Es gibt jedoch immer noch gute Gründe, investiert zu bleiben."

Quinsee zufolge sind die Aktienmarktbewertungen trotz der Kurssprünge der vergangenen drei Monate immer noch angemessen. Zudem gebe es bei Risikoengagements auf den Märkten immer noch ungewöhnlich hohe Abschläge, zwischen niedrig und hoch bewerteten Aktien seien die Bewertungsunterschiede überdurchschnittlich hoch: "All dies deutet darauf hin, dass sich Anleger der kurzfristigen Herausforderungen sehr bewusst sind, und die Stimmung auf dem Aktienmarkt ist alles andere als überschwänglich", sagt Quinsee.

Schwellenländeraktien im Fokus
Vor allem bei globalen Aktien sowie Schwellenländeraktien sieht der Experte im Vergleich zu US-Aktien ungewöhnlich hohe Abschläge. "Aktien aus den Schwellenländern erscheinen auch nach einer deutlichen Erholung von den Tiefständen im Oktober weiter attraktiv. Auch Aktien aus dem Vereinigten Königreich, die im Vergleich zum breiteren Markt mit bedeutenden Abschlägen gehandelt werden, bieten trotz sichtlicher Unsicherheit wegen des Brexits interessante Chancen", findet Quinsee. Zudem sieht er Chancen bei hochwertigen Substanzanlagen und zyklischen Aktien. (fp)