Aktienanleger sind von einer Rezession stärker betroffen als andere Investoren. Sie haben aber auch das größte Erholungspotenzial. Das schlussfolgert der Fondsanbieter J.P. Morgan Asset Management aus seiner jüngsten Analyse. "Zwar werden Rezessionen immer mit Herausforderungen verbunden sein. Jedoch können die Intensität und die Art der Marktverwerfungen sehr variieren", erklärt Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan AM.

Der Asset Manager hatte Rezessionen der vergangenen 40 Jahre in den Industrieländern untersucht. Daraus hat das Investmenthaus verschiedene Szenarien hergeleitet, die zeigen, was einen Konjunkturrückgang auslösen könnte und wie die Märkte darauf reagieren. Als ein möglicher Auslöser für eine Rezession gilt zum Beispiel eine strengere Geldpolitik der Notenbanken, so das Ergebnis. In der Folge waren in der Vergangenheit die Aktienkurse meist gesunken, während die Inflation stieg.

Handelsstreit als mögliches Risiko
Auch eine Rezession nach einem Handelsstreit gehört zu den Szenarien, die J.P. Morgan AM identifiziert und untersucht hat. In der historischen Rückschau stärkte ein solches Szenario den US-Dollar sowie Anleihen. Schwellenländeranlagen waren demgegenüber besonders belastet. Die Analyse liefert aber auch Erkenntnisse über die Chancen solcher Marktverwerfungen. (fp)