Währungsspekulanten drohen in der Türkei harte Konsequenzen: Wer "provokative Aktionen" unternimmt, Devisen kauft und auf einen Kursverfall der türkischen Lira setzt, muss künftig einen "sehr hohen Preis zahlen", sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Medienberichten zufolge auf einer Wahlkampfveranstaltung in Istanbul.

"Ich wende mich an diejenigen, die am Vorabend der Wahl solchen Aktionen beitreten, wir kennen Eure Identität, wir wissen, was Ihr alle gemacht habt", so Erdogan weiter. Die türkische Bankenaufsicht BDDK hat bereits Schritte eingeleitet, um gegen vermeintliche Devisenmanipulateure vorzugehen. Im Fokus der Ermittlungen steht neben anderen auch die US-Großbank JP Morgan. Details zu den Vorwürfen gegen das Institut sind bislang nicht bekannt.

Wirtschaft steckt in der Krise
Die türkische Lira hatte am Freitag mehr als vier Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren, in Folge von Erdogans harscher Reaktion auf Donald Trumps formelle Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet. Es war der größte Kurssturz an einem einzigen Tag seit Beginn der Währungskrise im vergangenen August. Seit Ende 2018 befindet sich die türkische Wirtschaft in einer Rezession. (fp)