Das Anlagestrategie-Team von JP Morgan hat für das Jahr 2020 eine klare Empfehlung: Mehr Risiko wagen. Die Truppe um Nikolaos Panigirtzoglou, Marko Kolanovic und John Normand setzt dabei in erster Linie auf Aktien. Investments in japanische Banken, Schwellenländer sowie deutsche Dividendenpapiere gehören zu den Top-Empfehlungen der Strategen. Bei Anleihen hält sich der Wall-Street-Gigant dagegen zurück. In ihren eigenen Portfolios haben die JP-Morgan-Leute bereits den Anteil an Unternehmensanleihen gesenkt. Beim Goldpreis rechnet die Investmentbank ebenfalls mit einem Rückgang.

Nachdem die Weltwirtschaft 2019 einen Abschwung erlebte, erwarten die Experten für das kommende Jahr nun einen Rückgang der wirtschaftlichen und politischen Risiken. Die verarbeitende Industrie sowie globale Einkaufsmanagerindizes haben den JP-Morgan-Strategen zufolge 2019 die Talsohle durchschritten. Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich sogar richtiggehend stark. Das Team ist daher zuversichtlich, dass im kommenden Jahr das US-Rezessionsrisiko sinkt.

Prognose für 2019 hat fast ins Schwarze getroffen
Auch im Dezember 2018 stellten die JP-Morgan-Strategen eine Prognose auf: Damals empfahlen sie ebenfalls Aktien statt Anleihen. Mit dieser Empfehlung sind Investoren gut gefahren. Anleihen konnten zwar im ablaufenden Jahr Erträge bringen, doch Aktien legten weitaus stärker zu. Beim Thema Volatilität war JP Morgan dagegen Ende vergangenen Jahres zu vorsichtig: Anders als erwartet ließen die Marktschwankungen nach, vor allem bei Währungen. (fp)