US-Wirtschaft wird wieder schneller wachsen / hauseigener Frühindikator deutet auf rund vier Prozent Wachstum im zweiten Halbjahr hin

Frankfurt, 06. August 2004 - Mit einem Wachstum von lediglich drei Prozent ent-täuschte die US-Wirtschaft die Anleger im zweiten Quartal 2004. Insbesondere der schleppende Konsum blieb hinter den Erwartungen zurück. Kein Grund zur Beunruhi-gung, meinen die Experten von JPMorgan Fleming Asset Management. Sie prognosti-zieren für den Rest des Jahres eine Beschleunigung des amerikanischen Wirtschafts-wachstums auf vier Prozent.

Die Experten rechnen bei der nächsten Fed-Sitzung am 10. August mit einer Anhe-bung der Zinsen um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent. Bis zum Jahresende sollten die US-Zinsen nach ihrer Einschätzung in 25er-Schritten auf 2 bis 2,25 Prozent steigen. "Eine massivere Zinserhöhung wäre nur zu erwarten, falls die Inflation unerwartet in die Höhe schießen würde. Dafür gibt es jedoch derzeit kaum Anzeichen. Die erwartete maßvolle Zinserhöhung bedeutet lediglich eine dem Konjunktur- und Inflationsumfeld angemessene Renormalisierung des Zinsniveaus", erläutert Ulrich von Auer, Client Portfolio Manager im Frankfurter Rententeam von JPMorgan Fleming.

"Die US-Wirtschaft befindet sich in einer Übergangsphase von einem politikgetragenen zu einem selbsttragenden Aufschwung. Die wirtschaftspolitischen Stützen der Kon-junktur und des Konsums wie niedrige Hypothekenzinsen und Steuergeschenke fallen nach und nach weg. Dafür kommt Unterstützung aus der Privatwirtschaft. Steigende Beschäftigungszahlen kommen dem Konsum zugute und das Geschäftsklima der In-dustrie zeigt einen Anstieg der Auftragseingänge und der Produktion", so von  Auer weiter.