Drei Viertel aller Menschen in Deutschland erledigen ihre Bankgeschäfte im Internet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom, die dem "Handelsblatt" vorliegt. Demnach besuchen ganze 35 Prozent aller Befragten überhaupt keine Filialen mehr, um ihre Bankgeschäfte zu tätigen. Vor allem die 16- bis 29- Jährigen gaben an, auf Bankfilialen verzichten zu können. Die Corona-Pandemie habe dazu geführt, dass die Digitalisierung in Deutschland einen weiteren Schub erhalten hat, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. 

Onlinebanking ist in Deutschland mittlerweile mehr Regel als Ausnahme – auch unabhängig von einer Pandemie. Während es gerade im Homeoffice durch Corona einen "Riesenschub" gegeben habe, sehe man beim Onlinebanking eine kontinuierliche Entwicklung, "die durch Corona nicht aufgehalten, aber auch nicht im Besonderen befeuert" wurde, meint Rohleder. Dabei ist der Großteil der Online-Banking-Nutzer mit dem Angebot in aller Regel zufrieden, 91 Prozent halten es für sicher.

Bankkunden setzen auf Smartphone
Mobile Geräte wie Laptop und Handy haben dabei den PC als technische Plattform vom Spitzenplatz verdrängt: 58 Prozent der Online-Banking-Nutzer erledigen zumindest gelegentlich Bankgeschäfte mit dem Smartphone. Was vor allem für jüngere Generationen selbstverständlich ist, ist für viele Bankkunden immer noch komplex: Immerhin 47 Prozent aller Befragten, die kein Online-Banking nutzen, halten die digitalen Angebote für zu kompliziert. (fp)