Star-Manager Ariel Bezalel von der britischen Boutique Jupiter AM hat das milliardenschwere Flaggschiff des Hauses, den Jupiter Dynamic Bond Fund, auf die Wirtschaftspolitik des designierten US-Präsidenten Donald Trump ausgerichtet. Dieser plant ein Konjunkturprogramm mit höheren Infrastrukturausgaben, finanziert durch eine erhöhte Schuldenaufnahme sowie aggressive Steuerkürzungen. Vielleicht, so mutmaßt Belazel, kippt Trump gar die Obergrenze für die Staatsverschuldung. Dies alles könnte der amerikanischen Wirtschaft kräftige Impulse verleihen. Bezalel rüstet daher das Portfolio für einen Zinsanstieg in den USA.

Der Fondsmanager hatte das Portfolio vor der Wahl nun ohnehin neutral aufgestellt, egal welcher der Kandidaten gewinnt. Dazu hatte er schon im Sommer die Empfindlichkeit des Portfolios für einen Zinsanstieg (Duration) von gut sechs auf etwas unter drei Jahre heruntergeschraubt. Bezalel verkaufte länger laufende US-Staatsanleihen und platzierte stattdessen eine Verkaufsoption auf deutsche Bundesanleihen.

Diese Absicherung machte sich offenbar bezahlt. Denn andere im Portfolio verbliebene Positionen wie australische, neuseeländische und US-Treasuries gerieten unter Druck. In den letzten Tagen senkte Bezalel dann die Zinsempfindlichkeit des Fonds mit dem Verkauf von australischen Staatsanleihen weiter. Dafür stockte er Unternehmensanleihen aus dem Goldminen-Sektor auf. So gelang es Bezalel, die im Sommer eingefahrene Wertentwicklung über die vergangenen, turbulenten Monate zu halten. (fp)