Das Jahr 2026 wird nach Einschätzung von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, von einem seltenen Gleichlauf aus fiskalpolitischer Expansion und geldpolitischer Unterstützung geprägt sein. Staaten dürften weiterhin konjunkturelle Impulse geben, obwohl sich die Weltwirtschaft nicht in einer akuten Schwächephase befindet. Gleichzeitig dürfte die US-Notenbank die Zinsen weiter senken.

Risiken: Inflations-Comeback und Vermögensblasen
"Mit Blick auf 2026 passt das Bild einer Dampflok sehr gut: Der Kessel wird jetzt noch einmal richtig aufgeheizt, sowohl von fiskalischer als auch von geldpolitischer Seite", erklärte Galler bei der Vorstellung seiner "ZehnThesen für das Jahr 2026". Diese Kombination stütze zwar die Wirtschaft, bringe aber auch Risiken mit sich – etwa eine Rückkehr der Inflation oder die Bildung von Vermögensblasen. Dennoch rechnet Galler mit weiter steigenden Unternehmensgewinnen. Höhere Bewertungen seien damit grundsätzlich zu rechtfertigen, zugleich empfiehlt er eine breitere Diversifikation und die Vermeidung extremer Bewertungs- und Konzentrationsrisiken.

Wie die Thesen des Kapitalmarktstrategen im Detail aussehen – klicken Sie sich durch die Bilderstrecke. (mb)