Keine Blase: Gewinne haben Börsenbewertungen übertroffen
Anfang 2014 waren globale Aktien mit einem KGV von knapp 16 bewertet, die realen Gewinne übertrafen aber schon binnen zwölf Jahren den Kaufpreis der Aktien, zeigt eine Analyse.
Die weltweit rund 1.600 größten börsennotierten Unternehmen haben zwischen 2014 und 2025 kumulierte Gewinne von 36,7 Billionen US-Dollar erzielt und damit ihren gemeinsamen Börsenwert von Anfang 2014 in Höhe von 35,3 Billionen Dollar innerhalb von weniger als zwölf Jahren "zurückverdient". Zu diesem Ergebnis kommt die "Werteradar"-Studie der Capital Group.
Zu Beginn 2014 wurden globale Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 16 gehandelt. Bei unveränderten Gewinnen hätte es also 16 Jahre gedauert, bis die Gewinne der Unternehmen den Kaufpreis der Aktien erreichen. Diese Marke wurde laut der Erhebung um vier Jahre unterboten.
US-Unternehmen verdienten ihren Börsenwert von 2014 trotz hoher Ausgangsbewertungen innerhalb von zwölf Jahren zurück. Ihr Gewinnwachstum war stärker als in Europa, wo die Unternehmen trotz niedrigerer KGVs länger brauchten, nämlich 13 Jahre.
KGV heute deutlich höher
Heute werden globale Aktien mit einem Börsenwert von 113,8 Billionen US-Dollar beziehungsweise rund dem 21-Fachen der für 2026 erwarteten Gewinne bewertet. Investoren müssen aufgrund der gestiegenen Bewertung noch deutlicher auf das tatsächliche Gewinnwachstum achten.
Die Analysten sehen in den hohen Bewertungen eine Aufgabe für aktive Manager. Diese könnten durch die Identifikation von Unternehmen, die tatsächlich ihre Gewinnerwartungen erfüllen, einen Mehrwert schaffen. (eml)




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