Die Kölner Pensionskasse respektive deren Verantwortliche können wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Denn das Vorsorgewerk erzielte im Geschäftsjahr 2019 ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis. Nach gravierenden Einschnitten im Zuge der Sanierung, die auch Leistungskürzungen beinhalteten, ermöglicht das jüngste Jahresergebnis der Pensionskasse wieder, Eigenmittel aufzubauen und so die Risikotragfähigkeit zu stärken. Der Jahresabschluss wurde vor wenigen Tagen von der Mitglieder-Vertreterversammlung der Kölner Pensionskasse verabschiedet. Darüber informiert die Pensionskasse per Aussendung.

"Das gute Geschäftsergebnis des Jahres 2019 zeigt, dass die Pensionskasse mit den Sanierungsbeschlüssen den richtigen Weg eingeschlagen hat“, sagt Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender der Kölner Pensionskasse VVaG. "Zukünftig konzentrieren wir uns auf die Betreuung unserer Mitglieder und Versicherten. Unsere Aufgabe ist es, in ihrem Interesse für die gesamte Laufzeit ihrer Verträge eine bestmögliche Leistungserbringung sicherzustellen.“

Das versicherungstechnische Ergebnis beträgt 16,85 Millionen Euro (Vorjahr: 343 Tausend Euro). Von diesem Überschuss wurden 9,99 Millionen Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (Vorjahr 0 Euro) und 1,21 Millionen Euro der Verlustrücklage (Vorjahr 0 Euro) zugeführt. Zudem wurden dem damit nun vollständig wieder "aufgelebten" Gründungsstock 5,66 Millionen Euro (Vorjahr 344 Tau-send Euro) zugeführt.

Außerordentliche Erträge realisiert
Das gute Jahresergebnis sei laut Keese vor allem auf die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten und auf die in der Kapitalanlage realisierten außerordentlichen Erträge zurückzuführen. Die Kasse erfüllt zum 31.12.2019 damit wieder die gesetzlichen Solvabilitätsanforderungen.

Im Jahr 2019 konnten aufgrund der Schließung des Neugeschäfts keine neuen Versicherungsverträge verzeichnet werden. Der Versichertenbestand der Pensionskasse verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 30.810 Versicherte (Vorjahr: 31.553). Die Beitragseinnahmen gingen um 14,39 Prozent auf 18,77 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 21,92 Millionen Euro). An Versicherungsleistungen wurden im Berichtsjahr 15,95 Millionen Euro gezahlt (Vorjahr: 7,99 Millionen Euro). Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 5,41 Prozent auf 372,83 Millionen Euro (Vorjahr: 353,71 Millionen Euro). Das Ergebnis der Kapitalanlagetätigkeit im Geschäftsjahr beträgt 32,01 Millionen Euro. Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 8,81 Prozent. (aa)