Joe Biden hat mit Ron Klain seinen Stabschef benannt, nun wird über sein Kabinett spekuliert. Ein Versprechen hat der zukünftige US-Präsident bereits gegeben. Biden kündigte an, sein Kabinett solle die Demographie und Diversität der Vereinigten Staaten spiegeln. Damit ist der Weg für talentierte Frauen und Angehörige von Minderheiten frei. 

Ein Name, den man für den Spitzenposten im Finanzministerium in diesen Tagen häufig hört, ist Janet Yellen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Ex-Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ist nicht nur sehr erfahren in Finanz- und Bankfragen. Sie zählt auch zu den führenden Arbeitsmarktökonominnen. Allerdings gibt es ebenso Spekulationen, Yellen könnte 2022 Jerome Powell als Fed-Chefin beerben und damit die Nachfolgerin ihres Nachfolgers werden.

Brainard oder Warren?
Der Ökonom Kenneth Rogoff hat als Kandidatin für das Finanzministerium laut FAZ Lael Brainard ins Spiel gebracht. Schon 2015, als die Demokratin Hillary Clinton sich auf bestem Weg ins Weiße Haus wähnte, zählte die heute 58-Jährige zu den großen Favoriten für diesen Posten. Brainard gehört seit 2014 dem Zentralbankrat der Fed an, wo sie sich regelmäßig für eine lockerere Geldpolitik und gegen Deregulierungsmaßnahmen von Banken aussprach. Der progressive Flügel der Demokraten hält allerdings nicht viel von der Idee. Er steht eher hinter der Senatorin Elizabeth Warren. (fp)