In der Ukraine wird unter dem Eindruck der russischen Invasion Bargeld als Zahlungsmittel immer wichtiger. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Vor den lokalen Bankautomaten bilden sich demnach lange Menschenschlangen, weil in Supermärkten und Tankstellen nur noch selten mit Karte bezahlt werden kann. "Immer öfter wird Bargeld verlangt", zitiert die "FAZ einen Interviewpartner. Die ukrainische Zentralbank bemüht sich demnach aktiv darum, Bargeld verfügbar zu halten. Sie hat die Geldinstitute des Landes aufgefordert, bei Einzelhändlern mehr Banknoten einzusammeln und in Umlauf zu bringen, berichtet die "FAZ". 

Ein Vertreter des größten ukrainischen Geldinstitutes bestätigte der "FAZ", dass etwa die Hälfte der 7.800 landesweit aufgestellten Geldautomaten funktionieren und außerhalb der Kampfzonen auch weiterhin mit Bargeld beliefert werden. Auch die IT läuft, und viele der Geschäftsstellen bleiben geöffnet. Wie lange die Versorgung steht, ist aber unklar: Denn die ukrainische Armee beschlagnahmt offenbar gepanzerte Lieferwagen, die normalerweise Bargeld einsammeln und ausliefern. Bankmitarbeiter halten den Betrieb zum Teil nur noch aus Schutzbunkern und Tiefgaragen aufrecht. (fp)