Erst rund 0,5 Prozent aller deutschen Haushalte haben im ersten Halbjahr 2021 eine neue Kryptowährung gekauft. Das zeigt eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter knapp 1.000 Studienteilnehmern. "Unsere Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass Kryptowährungen längst kein Nischenprodukt mehr sind, sondern von einem Teil der deutschen Haushalte bereits zur Diversifikation des eigenen Portfolios herangezogen werden", schreibt der Leiter des Ipsos-Finanzmarktpanels Robert Kraus. Im gleichen Zeitraum hätten nur 0,9 Prozent aller Haushalte zum Beispiel ein neues Girokonto eröffnet.

Die Studie offenbart auch einen Widerspruch: Obwohl vor allem ältere Menschen den Kryptomarkt als wesentlich risikobehafteter ansehen als jüngere, bilden die über 40-Jährigen mit 62 Prozent die Mehrheit unter den Kryptowährungskäufern. Sogar ein Fünftel aller Neuabschlüsse entfällt auf die Altersgruppe 60-plus. Als langfristige Anlagestrategie dienen die Coins indes nur den allerwenigsten. Außerdem handeln Männer mit 86 Prozent aller Abschlüsse weit häufiger mit den Digitaldevisen als Frauen.

Bitpanda beliebtester Kryptohändler
Angeführt wird das Neugeschäft am Kryptomarkt im ersten Halbjahr 2021 von Bitpanda mit rund 10,0 Prozent aller Käufe, gefolgt von eToro mit 9,8 Prozent und Bison mit 8,3 Prozent. Die Plätze vier und fünf belegen die Anbieter Bitcoin.de (7,7 Prozent) und Coinbase (5,6 Prozent). Der Anbieter Trade Republic, welcher vor allem die junge Zielgruppe stark umwirbt, schaffte es auf Platz 7 des Rankings. (fp)