Die Angst vor einer Pandemie mit drastischen Folgen für die weltweiten Lieferketten hat zu einem panikartigen Ausverkauf an den Märkten geführt. Die stärksten Verluste verzeichneten US-Aktien und europäische Aktien, berichtet Michael Jensen, Leiter des Bereichs Asset Management bei Moventum. "Die Kursverluste in Japan fielen etwas geringer aus, nachdem sich japanische Aktien schon in den Vorwochen unterdurchschnittlich entwickelt hatten", sagt er. Die Schwellenländer schlagen sich bislang deutlich besser als die Industriestaaten.

Der jüngste Markteinbruch im Zuge der Coronavirus-Epidemie hat historische Ausmaße, urteilt Jensen. "Abgesehen von Staatsanleihen aus Deutschland und den USA konnte sich kein Marktsegment den Verlusten entziehen." Er fordert Investoren dazu auf, im Angesicht des Corona-Crashs einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen.

Zufluchtsorte im Kurs-Gemetzel
In einzelnen Sektoren fielen die Kurse zuletzt nicht so stark. In den USA zeigten sich Aktien aus den Branchen Kommunikationsdienstleistungen, nicht-zyklischer Konsum sowie Gesundheit vergleichsweise stabil. In Europa wiesen die Sektoren Versorger, Gesundheit sowie ebenfalls nicht-zyklischer Konsum die geringsten Verluste auf. Im Rentenbereich konnten sich Anleger sogar über ein kleines Plus freuen: Euro-Staatsanleihen verzeichneten leichte Zuwächse. (fp)