Die Finanzmärkte haben das Risiko durch Italiens Haushaltssituation inzwischen eingepreist, sagt François Rimeu, Stratege bei La Française Asset Management. Er rechnet nicht damit, dass Rom den Märkten im kommenden Jahr noch größere Probleme bereiten wird als bisher – weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die Kurse italienischer Wertpapiere voraussichtlich weiterhin stark schwanken.

Bei den Brexit-Verhandlungen dürfte es vor März 2019 eine Art Deal geben, prognostiziert Rimeu. In China rechnet er nicht mit einer "harten Landung". Alles in allem sieht der Stratege deshalb für das kommende Jahr kein signifikantes Rezessionsrisiko. "Das weltweite Wachstum sollte ordentlich bleiben, auch wenn es nicht so stark sein wird wie 2018", sagt er. Größtes Risiko für die Wirtschaft bleibt der Handelskrieg zwischen den USA und China.

China-Aktien top, deutsche Anleihen nicht
Rimeu geht davon aus, dass chinesische Aktien 2019 gut abschneiden. "Die Bewertungen sind niedrig und das Ertragswachstum bleibt solide", sagt er. Bei deutschen Anleihen rechnet er mit einer Normalisierung. Grund: Das Ende der quantitativen Lockerung steht bevor, und Bundesanleihen sind noch immer übermäßig teuer. In den USA erwartet Rimeu dank steigenden Lohnwachstums und solider Wirtschaftsaktivität eine höhere Inflationsrate. (fp)