Der langfristige Aufwärtstrend bei Gold bleibt laut Pimco trotz des jüngsten Preisrückgangs intakt. "Die sich verändernde Weltordnung und die Inflation bleiben die beiden treibenden Kräfte", sagte Greg Sharenow, Managing Director und Portfoliomanager für Rohstoffe bei Pimco, im Interview mit der Nachrichtenagentur "Bloomberg". "Das äußert sich darin, dass Menschen Diversifikation suchen. Für mich ist das die langfristige und strukturelle Unterstützung für Gold."

Stärkster Tagesrückgang seit 2013
Der Goldpreis liegt rund 15 Prozent unter seinem Allzeithoch, das erst in der vergangenen Woche erreicht worden war. Die Korrektur folgt auf eine Rally im vergangenen Monat, in der Gold und Silber in schneller Folge neue Rekordstände markiert hatten. Rückenwind kam dabei von spekulativen Käufen, geopolitischen Spannungen und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve.

Einige Marktteilnehmer hatten jedoch davor gewarnt, dass die Kursanstiege zu stark und zu schnell erfolgt seien. Ende der vergangenen Woche kam die Rally abrupt zum Stillstand. Gold verzeichnete den stärksten Tagesrückgang seit 2013, während Silber den größten Tagesverlust seiner Geschichte erlitt.

Kurzfristige Rückschläge ändern nichts am Trend
Sharenow schlug nach dem jüngsten Ausverkauf einen ähnlich optimistischen Ton an wie zuvor Fidelity International. Das Edelmetall hatte in dieser Woche Schwierigkeiten, sich zu stabilisieren, da Investoren nach neuen Impulsen suchten und Gewinne mitnahmen.

"Gold wird langfristige Käufer haben, aber kurzfristig orientiertes Kapital kann den Preis leicht um zehn oder 15 Prozent nach unten bewegen, ohne dass sich an der langfristigen Geschichte irgendetwas ändert", sagte Sharenow. (mb/Bloomberg)