Im vergangenen Jahr hatten Aktien aus Schwellenländern große Verluste eingefahren. Grund war vor allem das Wirtschaftswachstum in den USA und der damit verbundene starke US-Dollar. Doch die Vorzeichen für Papiere aus Schwellenländern ändern sich: Seit Anfang 2019 ist etwa der MSCI Emerging Markets Index um rund zehn Prozent gestiegen. Gründe dafür seien vor allem die abwartende Geldpolitik der Zentralbanken, die langfristig niedrigbleibenden Zinsen und ein mögliches Ende des Handelsstreits, sagt James Donald, Schwellenländer-Experte bei Lazard Asset Management. 

Positive Signale kamen auch aus China, wo mehrere Konjunkturprogramme das Wachstum ankurbeln. "Wir glauben, dass das Wachstum der Schwellenländer das der USA übertreffen wird", ist Donald überzeugt. Dazu kommt: Trotz der derzeit guten Entwicklung des weltweiten Schwellenländer-Index sind viele Aktien noch durch ihre schlechte Performance im vergangenen Jahr unterbewertet und damit günstig für Anleger. 

Papiere aus Schwellenländern bieten langfristig Potenzial
Zwar sähen sich Investoren weiterhin mit Unsicherheiten in Schwellenländern konfrontiert. Doch deren negative Auswirkungen "sind aus unserer Sicht bereits in den Märkten eingepreist. Mögliche positive Entwicklungen jedoch nicht", sagt der Experte. Starke Daten und eine Beruhigung des Handelsstreits könnten die Stimmung weiter verbessern. (fp)