Im vergangenen Jahr haben Anleihen aus Schwellenländern herbe Verluste eingefahren. Seit Beginn dieses Jahres scheint es jedoch wieder bergauf zu gehen – die Anlageklasse legte im ersten Quartal 2019 deutlich zu. Doch die damit steigenden Renditen hätten ihre Tücken, sagt Denise Simon, Fondsmanagerin bei Lazard Asset Management. Denn mit ihnen steige auch das Risiko bei Emerging-Market-Bonds.

Haupttreiber für die Entwicklung der Schwellenländer-Schuldtitel sind laut Simon die weniger restriktive Geldpolitik der Notenbanken sowie die eigene Geld- und Fiskalpolitik der Schwellenländer, etwa höhere Zinsen in Argentinien und der Türkei. Ob sich Anleihen aus Emerging Markets weiterhin gut entwickeln, hängt unter anderem von China ab: Erholt sich das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik nachhaltig, wirkt sich das positiv aus. Sollten die Notenbanken die Zinsen doch noch erhöhen, würde das Schwellenländer-Bonds negativ beeinflussen.  

US-Aufschwung setzt Schwellenländer unter Druck
Das Risiko für Anleihen aus Schwellenländern rührt vor allem aus dem langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung der USA. Hinzu kommen Risiken aus unvorhersehbaren Ereignissen, sogenannten "tail risks", die in Schwellenländern keine Seltenheit sind. "Alles in allem haben wir für 2019 jedoch weiterhin eine konstruktive Sicht auf Schwellenländer-Anleihen", sagt Simon. (fp)