Viele Fondsmanager setzen Fremdwährungen dazu ein, Risiken in ihren Portfolios zu streuen und zu steuern, um so das Risiko-Rendite-Profil zu verbessern. Martin Dietz, Fondsmanager und Head of Diversified Strategies bei Legal & General Investment Management (LGIM), hält ungedeckte Währungs-Investments darüber hinaus sogar für eine mögliche Renditequelle. 

So kann ein Fremdwährungsexposure aus seiner Sicht einen unmittelbaren Schutz vor spezifischen Risiken der Eurozone bieten. Erst vor wenigen Wochen sank beispielsweise der Euro in Folge der schlechten Konjunkturerwartungen auf dem europäischen Markt gegenüber dem US-Dollar auf einen Kurs von nur noch 1,11 US-Dollar. "Insgesamt sehen wir Währungen außerhalb des Euros durchaus als Schutz gegen eine mögliche Wiederkehr der Eurokrise an", erläutert Dietz. Gerade ein Engagement in weltweit gefragte Devisen wie den US-Dollar, den Japanischen Yen oder den Schweizer Franken trägt nach seiner Auffassung bei Marktrückgängen normalerweise zur Risikominderung bei.

Hohe Rendite bei Währungen aus Schwellenländern
Chancen sieht der LGIM-Experte auch bei Hochzinswährungen, insbesondere in Schwellenländern. Diese haben Anlegern schon in der Vergangenheit attraktive Zusatzrenditen beschert. Dietz mahnt jedoch an, Risiken beim Handel mit Fremdwährungen stets genau zu prüfen und abzuwägen. Er nutzt derzeit beispielsweise die hohen Zinserträge bei der Geldanlage in Emerging-Markets-Währungen, um sie wiederum in Euro zu transferieren. (fp)