London liegt in der Schlusswertung der wichtigsten Finanzzentren der Welt acht Punkte vor dem bisherigen Spitzenreiter New York, zeigt der Global Financial Centre Index der Z/Yen Group. Auf Platz drei folgt Hongkong, dahinter Singapur und Tokio. Zürich belegt als einziges weiteres europäisches Finanzzentrum unter den ersten zehn den siebten Rang. Frankfurt verbesserte sich von Platz 19 bei der Umfrage im März auf Platz 14 und belegt unter den Finanzzentren in Westeuropa den vierten Rang nach London, Zürich und Genf und vor Luxemburg.

"London und New York stehen nicht nur miteinander im Wettbewerb; häufig ergänzen sie sich auch", hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. "Es fällt auf, dass die Bewertungen für London nach der Unterhauswahl vom Mai 2015 angezogen haben." Bei dem Urnengang am 7. Mai gewannen die Konservativen überraschend die absolute Mehrheit der Sitze.

"London hebt sich wirklich vom Rest ab", schrieb Chris Cummings vom Branchenverband "TheCityUK", in einer Mitteilung. "Das bedeutet keineswegs, dass wir uns zurücklehnen können. Die dringlichste Frage ist vermutlich das Verhältnis des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union."

Die Forschergruppe deckt 98 Finanzzentren ab. Sie erstellt Profile, Bewertungen und Ranglisten über sie, in denen Faktoren wie Humankapital, Infrastruktur und Prestige berücksichtigt werden. Daneben holt sie in einer online durchgeführten Befragung Urteile von Entscheidungsträgern aus der Finanzbranche ein. Der Index besteht seit 2005. Er wird jedes Jahr im September und März aktualisiert. (mb/Bloomberg)