Der März hatte es in sich. Der anhaltende Ausnahmezustand aufgrund der Coronakrise hat die Märkte weltweit ins Straucheln gebracht. Die Experten des Vermögensverwalters Loys erwarten, dass die Krise die öffentlichen Finanzen dauerhaft zerrüttet und das Wirtschaftswachstum zumindest zeitweise enorm belastet. Regierungen und Finanzmärkte reagieren mit der gleichen Strategie wie schon in vergangenen Krisen: Die Notenbanken versuchen mit Niedrigzinsen und Anleihekäufen, für Stabilität an den Märkten zu sorgen, während die Politik mit Neuverschuldung, Kreditprogrammen und Regulierungserleichterungen arbeitet.

Auch an den Aktienmärkten beobachtet Loys-Chef Christoph Bruns derzeit wenig Neues. Die Kursstürze sind nur logisch, weil sich der Wert von Unternehmen durch die Krise stark mindert, erklärt er in einem aktuellen Marktkommentar. Die Hausse bei Staatsanleihen sieht der Star-Fondsmanager dagegen kritisch. Die Notenbanken manipulieren durch ihre Eingriffe die Preisgestaltung von Zinspapieren, kritisiert er. Staatsanleihen versprechen seiner Ansicht nach letztlich keine reale Rendite und weisen überdies ein hohes Kursverlustpotenzial auf, sobald die Pandemie überstanden ist. 

Optimismus trotz Krise
Unternehmen mit einer soliden Bilanz können die Krise überstehen, prophezeit Aktien-Fan Bruns. "In diesem Sinne muss sich in den nächsten Monaten zeigen, ob die Übergewichtung bilanzstarker Aktien innerhalb der Loys-Fonds die erwarteten Früchte trägt", schreibt er. Als vorteilhaft könnte sich die Positionierung in japanischen Titeln erweisen, ebenso wie die Untergewichtung im US-Dollar, nachdem die Vereinigten Staaten zum Corona-Krisenherd geworden sind. Man wolle sich jedenfalls nicht vom allgemeinen Pessimismus anstecken lassen, so Bruns. (fp)