"Wenn schon voll in Aktien, dann aber konservativ" – das ist die Devise des Vermögensverwalters Loys. Die Fondsboutique setzt zwar einen klaren Aktienfokus, geht dabei aber stets vorsichtig vor, betont das Haus. Denn Aktien böten nicht zu unterschätzende Risiken. Zum einen liegen sie in den Kursschwankungen. Vor allem besteht aber die "Gefahr, das eingesetzte Kapital in einem Fünfjahreszeitraum unwiederbringlich zu verlieren", sind die Anlageprofis von Loys, Christoph Bruns und Ufuk Boydak, überzeugt.

Bruns und Boydak warnen vor einem "permanenten, sprich uneinholbaren Vermögensverlust", wenn Anleger allzu leichtfertig mit diesem Risiko umgehen. Die Hauptgefahren für das Finanzsystem bestünden "in den staatsmanipulierten Zinsmärkten und den daraus resultierenden Folgen."

Auch wenn die Kapitalmärkte seit mehr als zehn Jahren eine Aufwärtsphase durchlebten und es vereinzelt Kritik an der vorsichtigen Haltung von Loys gebe, weiche der Vermögensverwalter deshalb nicht von seiner konservativen Anlagestrategie ab. "Unter den leistungsstarken und langfristig ausgelegten Aktienfondshäusern wollen wir das Konservativste sein", so das Motto der beiden Börsenprofis.

Aktien bleiben einzige Alternative
Denn eines steht für die beiden Anlageexperten fest: Angesichts der negativen Realzinsen bei Zinsanlagen seien Aktien die einzige Anlageform, die sich noch lohne. "Umso erstaunlicher ist die Beobachtung, dass die Abschaffung positiver Habenzinsen in Deutschland bislang nur wenige Bürger veranlasst hat, ihr Anlageverhalten den neuen Gegebenheiten anzupassen", so die Meinung von Bruns und Boydak. (fp)