Nichts bleibt, wie es ist. Oder doch? Die Zinsen jedenfalls liegen in vielen Ländern bei Dauernull. Wer sein Kapital wachsen sehen will, sollte besser in Sachwerte als in Zinspapiere investieren, sagt Christoph Bruns, Fondsmanager und Vorstand bei Loys. Ein solches Investment will allerdings sorgfältig und mit Verstand getätigt sein. "Die verschiedenen Anlageformen wie zum Beispiel Immobilien, Edelmetalle, Kunst und Aktien unterscheiden sich erheblich", betont der Experte. "Vor allem im Hinblick auf Transparenz, Handelbarkeit und Übertragungskosten sind die Unterschiede immens."

Sachwerte-Investoren müssen Renditeaussichten und Risiken kritisch abwägen. "Selbstverständlich spielt dabei die Betrachtung von Wert und Preis eine zentrale Rolle, auch wenn man angesichts der Kursentwicklung bei Internet-Aktien meinen könnte, dieser Zusammenhang sei inzwischen außer Kraft gesetzt", so Bruns. Die Kurse vieler Tech-Titel sind zuletzt extrem gestiegen.

Shooting Stars meiden
Bei der Rendite-Risiko-Abwägung fällt dem Loys-Manager zufolge auf, dass viele Aktien heute vergleichsweise günstig sind, während einige wenige, prominente Titel vor allem aus dem Technologiesektor enorm überteuert scheinen. In den kommenden Monaten wird es für Anleger deshalb wichtig sein, allzu beliebte Aktien zu meiden, ist Bruns überzeugt. Sie sollten sich besser nach unterbewerteten Papieren umschauen. Sollten die Kurse erneut abstürzen, lautet die Devise: Augen zu und durch. Investoren sollten vorübergehende Schwächephasen einfach aussitzen, rät Bruns. (fp)