Die Indikatoren für Auftragseingänge sind weltweit gestiegen, die Indikatoren für Lagerbestände hingegen gesunken. "Das könnte ein Indiz für eine Erholung der Wirtschaft sein", sagt Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management, mit Blick auf den aktuellen Einkaufsmanagerindex von JP Morgan.


 
In der Vergangenheit war die Differenz zwischen Auftragseingängen und Lagerbeständen ein zuverlässiger Frühindikator für die Entwicklung der Produktion. "Die merkliche Verbesserung der Differenz im Oktober spricht somit dafür, dass sich die Erholung der globalen Produktion im November fortgesetzt haben dürfte", sagt Walk. Der Analyst zeigt sich entsprechend positiv für die weitere wirtschaftliche Entwicklung wichtiger Märkte: "Wir erwarten daher, dass die Einkaufsmanagerindizes aus den USA, der Eurozone und Japan im November steigen werden."
 
Kurserholung als positives Indiz
Zudem sei auch die merkliche Kurserholung der US-Halbleiteraktien in den vergangenen Wochen ein Anzeichen dafür, dass sich die US-Konjunktur in den kommenden Monaten wieder beleben dürfte. "Die Korrelation zwischen Halbleiteraktien und dem US-Einkaufsmanagerindex war in der Vergangenheit nämlich überraschend hoch, wobei die Halbleiteraktien sogar oft frühzeitig Wendepunkte der Konjunktur signalisierten", sagt Walk. (fp)