M&G Real Estate erwartet in seinem jüngsten Ausblick für den europäischen Immobilienmarkt eine stabile Wachstumsdynamik im Euroraum. "Zwar hat sich das Wachstum Ende 2018 verlangsamt, da die Wirtschaftsleistung in Italien, Deutschland und Schweden aufgrund vorübergehender Faktoren zurückging, doch sollten günstige Entwicklungen auf der Makroebene, wie zum Beispiel ein Handelsabkommen zwischen der EU und Japan, sowie die rückläufige Arbeitslosigkeit im Euroraum die wirtschaftlichen Perspektiven der Verbraucher verbessern und dem Umsatz im Einzelhandel zugutekommen", erläutert Thomas Kächele, Head of Germany bei M&G Real Estate. 

Mieternachfrage im Bürosegment zieht an
Immobilien in europäischen Städten bieten laut Kächele gute Voraussetzungen für stabile und weiter steigende Erträge: So sind in den 23 Märkten für Büroimmobilien, die von M&G Real Estate abgedeckt werden, die Mieten im Jahr 2018 um durchschnittlich fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2019 dürfte der Aufschwung allerdings moderater ausfallen.

Die Mieternachfrage im Bürosegment zieht an und fokussiert sich auf hochwertige, moderne
Flächen. Gleichzeitig besteht in diesem Segment eine strukturelle Angebotslücke. Der
Nettozuwachs des Immobilienbestands betrug 2018 im Schnitt rund ein Prozent. Auch in den
nächsten fünf Jahren wird lediglich mit einem Anstieg um 1,2 Prozent p.a. gerechnet.

Eine verbesserte Anbindung und Aufwertungsmaßnahmen sind auch am europäischen Markt
für Wohnimmobilien wichtige Trends. "Die mobile urbane Bevölkerung fokussiert sich
zunehmend auf bezahlbares Wohnen, Grünflächen und bessere Ausstattung", so Kächele. Bis 2030 wird in europäischen Großstädten wie Berlin, Paris, Mailand und Stockholm ein Bevölkerungszuwachs von 400.000 Menschen erwartet. In Verbindung mit einem zu geringen Angebot an Wohnimmobilien lässt dies solide Mietsteigerungen in allen Teilsegmenten und beträchtliche Chancen für Investoren erwarten.

Markt für Einzelhandelsimmobilien durchwachsener
Gesamtwirtschaftliche Sorgen und der Online-Handel haben das Vertrauen im Einzelhandel beeinträchtigt und sorgen für verschärften Wettbewerb. Dennoch zeigen sich stark touristisch geprägte Einkaufsmeilen mit Marken aus dem Luxus- oder Lifestylesegment sowie Mietern aus den Bereichen Drogerie, Pflege oder Lebensmitteln widerstandsfähiger. Dies sollte in Städten, die Touristenmagnete sind, die Mietniveaus und Immobilienwerte in den Haupteinkaufsvierteln stützen, schlussfolgert Kächele. kb)