Seit Jahren weist die chinesische Wirtschaft ein beeindruckendes Wachstum auf. Die durchschnittliche Wachstumsrate liegt seit 1980 bei 9,5 Prozent pro Jahr. In den vergangenen vier Dekaden ist China von einem der ärmsten Länder zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen, schreiben Analysten von M.M.Warburg. Seit einiger Zeit verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass dem Land eine stärkere wirtschaftliche Abschwächung bevorsteht.

Vor allem der Handelsstreit mit den USA könnte dazu führen, dass das chinesische Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr einknickt, so die Experten der Privatbank. Chinas Ausfuhren könnten stagnieren oder sogar sinken. Welche Auswirkungen das auf das chinesische Wirtschaftswachstum hätte, würde davon abhängen, wie sich die Importe entwickeln. Gehen sie ebenfalls zurück, könnte die chinesische Wirtschaft sogar profitieren. Für Chinas Handelspartner wäre eine solche Entwicklung allerdings von Nachteil.

Reformkurs verbessert die Aussichten
Peking hat in den vergangenen Jahren damit begonnen, Reformen anzuschieben, die das Risiko einer nachhaltigen Konjunkturabkühlung verringern. Dazu gehören ein besseres soziales Sicherungssystem, der Abbau von Markteintrittsbarrieren und die Verringerung des Einflusses von Staatsbetrieben. "Langfristig profitiert Chinas Wirtschaft von diesen Reformen, sodass das Wachstum auch wieder eine Rate von mehr als sechs Prozent erreichen kann", heißt es von M.M.Warburg. (fp)