Die etablierten Märkte in den USA und in Europa sind seit Monaten mit der Schuldenkrise und der Euro-Schwäche beschäftigt. Wie aber geht es anderen Welt-Regionen, zum Beispiel Asia-Pazifik? Dort haben diese Themen ein deutlich geringeres Gewicht. Dennoch entwickeln sich die Märkte in China, Japan oder den asiatischen Tigerstaaten nicht völlig abgekoppelt von den westlichen Problemen. Der Leitindex in Shanghai beispielsweise hat seit April dieses Jahres rund 17 Prozent nachgegeben. Dagegen sorgte die jüngste Ankündigung Chinas, den Wechselkurs zu flexibilisieren, für eine kurzfristige Rally an den asiatischen Aktien- und Rohstoffmärkten. Viele Anleger sind skeptisch gegenüber der weiteren Entwicklung der Aktienmärkte in Asien. Lohnt der Einstieg in Fernost?

 

Gesunde Konsolidierung

Die Entwicklung an den asiatischen Märkten ist aus Sicht der Finanzmarkt-Experten von Monega eine gesunde Konsolidierung nach den erheblichen Wertzuwächsen im Vorjahr, wie Yvonne Kleinpass, Portfolio Managerin bei der in Köln ansässigen Monega KAG anmerkt. Zwar zeige insbesondere der chinesische Aktienmarkt aktuell Ermüdungserscheinungen. Nach der Verschärfung der Geldpolitik, welche die Anlegerstimmung getrübt hatte, stehe bei Investoren nun die Sorge um ein Platzen der Immobilienblase in China im Vordergrund.

 

Regierung hat mit Blick auf Immobilienspekulationen reagiert

Mit einer Reduzierung der Kreditfinanzierungsquote hat die chinesische Regierung jedoch bereits Schritte gegen die Immobilienspekulationen eingeleitet. Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche Ausblick für China positiv, wie Kleinpass hervorhebt: Im ersten Quartal 2010 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahresvergleich um knapp 12 Prozent. Auch Südkorea und Indien konnten weiter deutlich zulegen. Experten erwarten, dass Chinas Wirtschaft im Gesamtjahr 2010 mit mehr als 11 Prozent wachsen wird. Daher gehen die Monega-Experten davon aus, dass China seine Rolle als "Lokomotive der Weltwirtschaft" - wenn auch mit etwas weniger Dampf - wieder aufnehmen und die Wirtschaft des gesamten asiatischen Raums beflügeln wird.

 

Asiatische Länder outperformen Industrieländer beim Wachstum

Aufgrund der demographischen Vorteile gegenüber USA und Europa sowie des starken Binnenkonsums wird das Wachstum in den asiatischen Ländern auch zukünftig höher sein als in den Industrieländern. Anleger, die an der künftigen Entwicklung der Region Asia-Pazifik partizipieren wollen, sollten die temporäre Schwäche der asiatischen Aktienmärkte nutzen, um sich zu günstigen Einstiegskursen neu zu positionieren, rät Portfoliomanagerin Kleinpass.

 

Hauseigener Fonds

Wer sein Risiko darüber hinaus breit streuen möchte, sollte in einen Fonds statt in einzelne Aktien investieren - zum Beispiel in den aktiv gemanagten Dachfonds Monega Chance (DE0005321079),   der mit seiner Fokussierung auf die asia-pazifischen Märkte langfristig gute Ertragschancen bietet, wie es in eigener Sache heißt. Neben China setzt der Monega Chance aktuell auf Top-Fonds, die vor allem in Japan und den arabischen Ländern investieren. Derzeit hält der Fonds 12 Prozent seines Vermögens in Kasse, was den aktuellen Fondspreisrückgang mindert. Die laufende Korrektur werden die Moenga-Experten jedoch wieder zum Einstieg nutzen. (ir)