Monega legt Nachfolger für "Sterntaler-Fonds" auf
Die Kölner Kapitalanlagegesellschaft Monega schließt den auf Übernahmen spezialisierten "VM Sterntaler" für Neugelder und begibt parallel dazu einen konzeptgleichen Folgefonds.
Für den "VM Sterntaler" von Monega werden ab heute keine weiteren Anteilscheine mehr ausgegeben. Das gab die Kölner Kapitalanlagegesellschaft am Montag bekannt. Man wolle "die gute Performance im Hinblick auf die noch zu erwartenden Nachbesserungen nicht verwässern", lautet die Begründung.
Der vor rund sechs Jahren lancierte VM Sterntaler investiert in Aktien von Mittelstandsunternehmen in sogenannten "special situations". Der Fonds zielt darauf ab, durch die Vereinnahmung von Übernahmeprämien sowie durch später mögliche Nachbesserungen der Übernahmeangebote "eine attraktive Rendite bei niedriger Volatilität" zu generieren. Laut der Datenbank von FONDS professionell konnte so ein kumulierter Ertrag von rund 33,5 Prozent erzielt werden – bei einer Volatilität von rund 7,9 Prozent.
Parallel zur Schließung des "VM Sterntaler" hat Monega einen konzeptgleichen Folgefonds aufgelegt. Die von der Düsseldorfer Investmentfirma VM Vermögensmanagement entwickelte Anlagestrategie soll nun im "VM Sterntaler II" (DE000A14N7V9) "spiegelbildlich" weitergeführt werden, wie FONDS professionell ONLINE auf Nachfrage erfuhr.
Hoffen auf "Nachschlag"
Das Konzept umfasst einen speziellen Minderheitenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieser lege im Rahmen von Squeeze-Out-Gutachten über ein gesetzlich geregeltes Spruchverfahren den Unternehmenswert fest, erklärt Jürgen Lenders von VM Vermögensmanagement. Den Schwerpunkt bilden Mittelstandsunternehmen, da in diesem Marktsegment häufiger Ineffizienzen zum Vorteil der Anleger genutzt werden könnten.
Dank sogenannter "Besserungsscheine" könnten Anleger bei der Rendite zudem auf einen Nachschlag hoffen. Lenders: "Wie beispielsweise bei der Übernahme von Bayer/Schering entscheiden Gerichte oftmals erst einige Jahre nach dem eigentlichen Squeeze Out, dass den ehemaligen Aktionären ein höheres Barabfindungsangebot zusteht. Historisch betrachtet erhalten Aktionäre dabei im Schnitt einen Nachschlag von zehn Prozent." (dw)














