Monega: Plädoyer für Nebenwerte
Yvonne Kleinpass, Portfolio Managerin bei der in Köln ansässigen Monega KAG, gibt eine aktuelle Einschätzung zum Kurspotenzial von Nebenwerten:
Private wie institutionelle Anleger blicken derzeit staunend auf die Entwicklung der Aktienmärkte der letzten Monate. Viele Anleger haben den seit März fahrenden Börsenzug verpasst und fragen sich, wo der Einstieg in den Aktienmarkt derzeit lohnt. Anleger sollten dabei berücksichtigen, dass die größten Chancen selten dort liegen, wo sich die Mehrheit der Börsianer aufhält, sondern stattdessen einen Blick in die 2. und 3. Reihe werfen.
Nachdem Nebenwerte in den letzten beiden Jahren stärker unter den Kurseinbrüchen der Finanzkrise gelitten haben als Standardwerte, haben sie in diesem Jahr wieder die Nase vorn: In den ersten elf Monaten hat beispielsweise der MDAX um 24 Prozent zugelegt, der auf Technologiewerte spezialisierte TecDAX erzielte sogar ein Plus von rund 50 Prozent. Dagegen weist der deutsche Standardwerteindex DAX im selben Zeitraum einen Wertzuwachs von lediglich 13 Prozent auf. Diese Entwicklung ist typisch und belegt einmal mehr das Aufholpotenzial des Nebenwertesegments in Erholungsphasen. Schon in dem Aufschwung der Jahre 2003 bis 2007, nach dem Platzen der Technologieblase, hatten sich kleine und mittlere Werte deutlich besser entwickelt als Standardwerte.
Der Grund hierfür liegt vor allem in der höheren Konjunkturabhängigkeit der Nebenwerte. Beim Durchschreiten der wirtschaftlichen Talsohle entwickeln sich die konjunkturabhängigen, also zyklischen Aktien üblicherweise besser als die defensiven Titel, da ihr Gewinnmomentum höher ist. Dabei befinden sich unter den Aktien der 2. und 3. Reihe besonders viele Werte aus zyklischen Branchen, wie zum Beispiel Maschinenbau, Telekommunikation oder aus dem Halbleiterbereich. Mit den höheren Kursen sind zwar auch die Bewertungen der Aktien gestiegen. Dies ist jedoch typisch für Phasen nach einer Rezession, da die Gewinne vieler Unternehmen stark gefallen sind oder ihr Ertrag sogar negativ ist.
Die Gesellschaft bietet den Nebenwerte Monega Innovation an: Der Fonds investiert zu 75 Prozent in Aktien des deutschen TecDAX und zu 25 Prozent in Werte der US-amerikanischen Nasdaq. Gerade Technologieaktien weisen noch weiteres Kurspotenzial auf, denn angesichts der konjunkturellen Erholung, die inzwischen von zahlreichen wirtschaftlichen Daten und Unternehmenszahlen untermauert wird, ist mit einer wieder stark steigenden Nachfrage in der Computerindustrie sowie weiterhin im Bereich der erneuerbaren Energien zu rechnen. Zu den größten Positionen des Monega Innovation gehören Aixtron, Qiagen, Solarworld und United Internet.














