Monega: Unternehmensanleihen haben die Nase vorn
Unternehmensanleihen bleiben im Vergleich zu Staatsanleihen attraktiv, meint Yvonne Kleinpass, Portfolio Managerin der in Köln ansässigen Monega Kapitalanlagegesellschaft. In einem aktuellen Kommentar schreibt sie hierzu wie folgt:
"Angesichts der bemerkenswerten Rallye von Unternehmensanleihen in 2009 sind Investoren zunehmend skeptisch, was die weitere Entwicklung des Anlagesegments in 2010 angeht. Auch wenn die Phase der hohen Zusatzerträge vorbei sein dürfte, sprechen eine Reihe von Einflussfaktoren für eine weiterhin hohe Attraktivität von Unternehmensanleihen.
Kreditzyklus und Konjunkturzyklus gehen Hand in Hand
Der Kreditzyklus von Unternehmensanleihen verhält sich in etwa parallel zum Konjunkturzyklus. In der Phase der Rezession, Anfang 2009, stiegen die Mehrerträge gegenüber Staatsanleihen bis auf 350 Basispunkte. Diese hohen Risikoprämien haben sich im Zuge der erwarteten Konjunkturerholung auf aktuell 113 Basispunkte reduziert und zu hohen Kursgewinnen geführt. Die aktuellen Überrenditen werden bestehen bleiben, solange die konjunkturelle Bereinigungsphase noch andauert. Sobald die Restrukturierungsmaßnahmen der Unternehmen jedoch greifen und die Konjunktur wieder anzieht, werden die Renditen der Unternehmensanleihen weiter sinken und Kursgewinne zur Folge haben. Diese Phase kann durchaus 3 bis 5 Jahre andauern.
Viele Zahlungsausfälle bereits eingepreist
In den Risikoaufschlägen gegenüber Staatsanleihen waren eine Vielzahl von Zahlungsausfällen im Investment-Grade-Bereich eingepreist. Eine Studie von S&P aus 2009 zeigt aber, dass diese Befürchtungen übertrieben waren. In der Tat gab es nur einen Ausfall im Jahr 2008 - eine isländische Bank. In den vergangenen Kreditzyklen gab es durchschnittlich ein bis zwei tatsächliche Ausfälle pro Jahr. Dennoch: Wer in Unternehmensanleihen investieren will, sollte genau hinsehen und auf die Bonität der Emittenten achten. Eine breite Streuung über die Ratingklassen und Branchen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die moderate Konjunkturerholung in Verbindung mit sinkenden Ausfallraten und anhaltend niedrigen Zinsen bei Staatsanleihen machen Unternehmensanleihen insgesamt auch in 2010 zu einer attraktiven Anlageklasse.
Hauseigener Fonds
Anleger, die das Emittentenrisiko nicht selbst beurteilen möchten und ihr Risiko breit streuen wollen, sollten sich für einen Anleihenfonds entscheiden. Ideal ist es, wenn der Fonds das gesamte Rentenuniversum sowie ein breites Spektrum an Handelsstrategien nutzen kann.
Der Monega Wachstum (DE0005321095) beispielsweise ist ein Rentendachfonds, der auf einem quantitativen Modell mit Laufzeitsteuerung basiert und in jeder Phase des Konjunkturzyklus den Schwerpunkt auf die jeweils günstigsten Bereiche am Rentenmarkt legt.
Die Selektion richtet sich danach, ob sich das jeweilige Segment, zum Beispiel Unternehmensanleihen oder Hochzinsanleihen, stärker oder schwächer entwickelt als die Kursentwicklung der Alternativanlagen, wie Staatsanleihen und Pfandbriefe. Bei Bedarf sichert die Strategie auch Inflationsrisiken im Rentenbereich ab. Aktuell ist der Fonds zu 25 Prozent in Unternehmensanleihen und zu 30 Prozent in Hochzinsanleihen investiert. Das übrige Fondsvolumen verteilt sich auf Wandelanleihen (25 Prozent) und Emerging-Market-Anleihen (20 Prozent).
Der Monega Wachstum wurde seit Anfang Juli 2009 auf diese Strategie neu ausgerichtet. Als Dachfonds bietet er Anlegern noch eine zusätzliche Ebene der Selektion und Diversifikation." (ir)














