Die Verunsicherung an den Anleihemärkten hat in den letzten Tagen wieder einen neuen Höhepunkt erreicht. Grund ist die anhaltende, politische Diskussion über die Beteiligung privater Gläubiger an einer möglichen Umschuldung finanzschwacher Euro-Staaten. Die Risikoprämien portugiesischer und irischer Anleihen stiegen daraufhin auf historische Hochs seit Einführung des Euro. Gleichzeitig markiert die Rendite sicherer Bundesanleihen neue Tiefststände.

 

Viele Anleger stellen sich vor diesem Hintergrund die Frage: Stehen die europäischen Anleihemärkte nach Jahren der Hausse nun unmittelbar vor einer Zinswende oder bieten diese noch weiteres Kurspotenzial? In einem Marktkommentar geht Yvonne Klein, Portfolio Managerin bei der in Köln ansässigen Monega KAG, diesen Fragen nach. Sie und ihre Kollegen gehen davon aus, dass eine großangelegte Zinswende derzeit noch Zukunftsmusik ist und die   Zinsen im Euro-Raum auch im nächsten Jahr zunächst noch auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren werden - wobei die finanzschwächeren Euro-Staaten allerdings eine Ausnahme bilden könnten.

 

Anlegern, die von den Chancen an den europäischen Anleihemärkten profitieren wollen, empfehlen die Monega-Experten, den Anleiheteil ihrer Portfolios im Hinblick auf die Qualität sowie auf die Laufzeiten der gehaltenen Anleihen möglichst breit aufzustellen. Dies habe man auch mit Blick auf den hauseigenen Fonds getan. (ir)

 

Den ausführlichen Kommentar finden Leser im Anhang.