An den Börsen läuft es nach wie vor rund. Anleger sollten sich aber nicht zu sicher fühlen: In den kommenden Monaten könnte sich die Lage verschlechtern. Die Stärke der großen US-Aktienindizes im August und Anfang September sei "nicht länger konstruktiv", schreibt Lisa Shalett, Anlagechefin von Morgan Stanley Wealth Management, in einer aktuellen Mitteilung, über die das Portal finanzen.net berichtet.

Zwar ist man bei Morgan Stanley mit Blick auf die Wirtschaftsaussichten weiterhin optimistisch. Der globale Anlageausschuss der Bank sorgt sich aber zunehmend über die hohen Marktbewertungen. Seit dem Corona-Crash im März 2020 hat es am US-Aktienmarkt keine Korrektur von von mehr als zehn Prozent gegeben. Die Anlageexperten von Morgan Stanley glauben, dass sich das bald ändern wird: Sie erwarten, dass die Aktienkurse bis Jahresende um bis zu 15 Prozent zurückgehen.

Auf Zykliker und Dividendentitel setzen
Shalett rät Anlegern angesichts der durchwachsenen Prognose ihres Hauses, in hochwertige zyklische Aktien umzuschichten, vor allem in Titel aus dem Finanzsektor. Simultan sollten Investoren nach "beständigen Dividendenzahlern in den Bereichen Verbraucherdienstleistungen, Basiskonsumgüter und Gesundheitswesen" suchen. Auch Aktien global führender Technologieunternehmen könnten weiterhin gut laufen, obwohl sie in einem Umfeld wie dem erwarteten normalerweise schwächeln. (fp)