Das Wachstum von Indexfonds in Europa ist ungebrochen. Auch im Januar waren passive Produkte die bevorzugte Wahl für die Mehrheit der Investoren, wenn es um Aktien und Anleihen ging. Das ist das Ergebnis des aktuellen Absatzberichts der Fondsratingagentur Morningstar. Aktiv verwaltete Fonds gehörten spiegelbildlich weiterhin zu den Verlierern.

Besonders deutlich wird der Kontrast zwischen aktiven und passiven Fonds im Bereich Aktien: Hier sammelten Indexfonds laut Morningstar im Auftaktmonat rund 5,1 Milliarden Euro ein, während aktiv verwaltete Aktienfonds zeitglich Abflüsse in identischer Höhe verzeichneten. "Größere Rückflüsse aus globalen und britischen Dividendenfonds sowie aus europäischen Large-Cap-Fonds waren der Hauptgrund für die negative Bilanz aktiv verwalteter Vehikel", sagt Morningstar-Chefredakteur Ali Masarwah.

Festverzinsliche Indexfonds sind gefragt
Zu den größten Gewinnern gehörten Indexfonds auf Anleihebarometer. Ihnen vertrauten Anleger im Januar rund 8,8 Milliarden Euro an. Aktiv verwaltete Rentenfonds verzeichneten ebenfalls Zuflüsse, und zwar in Höhe von rund 6,7 Milliarden Euro, die sich vor allem auf flexible und diversifizierte Bondfonds verteilten. Bei passiven Rentenfonds präferierten Anleger vor allem Staatsanleiheprodukte. (fp)