Die neueste Ausgabe des Aktiv-Passiv-Barometers von Morningstar bringt es an den Tag: Traditionell gemanagte Rentenfonds haben im Vergleich zu passiven Bondfonds auf Indexbasis zuletzt besonders schwach abgeschnitten (Stand Ende März). In den fünf untersuchten Kategorien sind sie in den vergangenen zwölf Monaten nicht über eine Erfolgsquote von 26 Prozent hinausgekommen. Diese "Success Rate" gibt an, wie viele aktiv verwaltete Fonds die jeweilige Periode überlebt und den Durchschnitt der passiven Fonds am Markt übertroffen haben. Zwischenzeitlich liquidierte Fonds gehen also in die Untersuchung ein. "Aktiv verwaltete Rentenfonds durchschreiten derzeit ein tiefes Tal der Tränen", fasst Morningstar-Chefredakteur Ali Masarwah zusammen.

Am besten schnitten demnach noch Anleihefonds in Schweizer Franken ab. Auch aktiv gemanagte globale Rentenfonds entwickelten sich mit einer Erfolgsquote von immerhin einem Viertel noch relativ ähnlich zu Indexfonds. Besonders schlecht performten allerdings aktiv verwaltete Schwellenländer-Rentenfonds: Ihre Erfolgsquote lag bei nur elf Prozent. Diversifizierte Euro-Rentenfonds waren mit einer "Success rate" von zwölf Prozent nur wenig leistungsstärker. 

Aktienfonds schneiden im Vergleich besser ab
Während Anleihefonds im Durchschnitt auf eine Erfolgsquote von 19 Prozent kamen, lagen Aktienfonds immerhin bei 27 Prozent. Besonders gut entwickelten sich aktiv verwaltete Deutschlandfonds und aktiv verwaltete Schwellenländerfonds mit jeweils 40 Prozent. Diese Werte sind Morningstar zufolge auch langfristig stabil: In den vergangenen fünf Jahren lag die Erfolgsquote von Deutschlandfonds bei 44 Prozent. (fp)