Nach Anhörung: Scharfe Kritik an Fed-Kandidat Warsh
Die Kritik an Kevin Warsh wächst: Senatorin Elizabeth Warren wirft dem Fed-Chef-Nominierten mangelnde Unabhängigkeit gegenüber US-Präsident Donald Trump vor.
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren hat die Leistung von Kevin Warsh bei seiner Anhörung zur Bestätigung als Fed-Chef scharf kritisiert. Sie warf ihm vor, nicht ausreichend gezeigt zu haben, dass er sich gegen US-Präsident Donald Trump stellen würde.
"Es ist Kevin Warshs Aufgabe, zu zeigen, dass er den Mut und die Unabhängigkeit hat, Donald Trump ein 'Nein' entgegenzusetzen", sagte Warren am Dienstagabend (21.4.) in einem Interview mit "Bloomberg TV". "Er hat keine einzige Frage beantwortet, bei der er auch nur im Ansatz Donald Trump widersprochen hätte."
Ausweichende Antworten
Warren, die dem Bankenausschuss des Senats angehört, hatte Warsh während der Anhörung gefragt, ob Trump die Wahl 2020 verloren habe, sowie ihn gebeten, ein wirtschaftspolitisches Thema zu nennen, bei dem er nicht mit dem Präsidenten übereinstimme. Warsh wich diesen Fragen aus.
Gleichzeitig erklärte Warsh vor dem Ausschuss, Trump habe ihn nie gebeten, sich auf eine bestimmte Zinsentscheidung festzulegen – obwohl der Präsident die Notenbank wiederholt zu Zinssenkungen aufgefordert hatte.
"Der Präsident hat mich für die Position nominiert, und ich werde unabhängig handeln, wenn ich als Vorsitzender der Federal Reserve bestätigt werde", sagte Warsh als Antwort auf Fragen der Demokraten, wie er mit Druck von Trump umgehen wolle. (mb/Bloomberg)














