Die Bundesbürger müssen in den kommenden Jahren einen immer größeren Teil ihrer Rente versteuern. Wer sich vor 2005 in den Ruhestnd verabschidete, musste lediglich 50 Prozent der jährlichen Alterseinkünfte versteuern. Die restlichen 50 Prozent bilden den sogenannten Rentenfreibetrag. 2018 werden bei Neurentnern bereits 78 Prozent ihrer Alterseinkünfte zur Veranlagung herangezogen, der Freibetrag also schrumpft auf 22 Prozent.

Bis 2040 sind dann die kompletten gesetzlichen Ruhegelder steuerpflichtig. Anders ausgedrückt: Der Steuerfreibetrag fällt ganz weg. Um auch im Rentenalter einen gewissen Lebensstandard halten zu können, wird eine zusätzliche Absicherung daher immer wichtiger – etwa durch private Vorsorge, sagt Jacques Wasserfall, Vorstand Life Technical der Zurich Gruppe Deutschland.

Das derzeitige gesetzliche "Rentenniveau" von rund 48 Prozent macht bereits deutlich, wie wenig Arbeitnehmern von ihrem Arbeitseinkommen bleibt – wobei der Begrif häufig missverständlich ausgelegt wird. Ob der Sockelbetrag noch weiter fällt, wird sich ab dem Jahr 2025 zeigen – bis dahin ist das aktuelle Rentenniveau festgeschrieben. Trotz dieser Aussichten unterschätzen viele Deutsche das Risiko einer Vorsorgelücke. Nur knapp die Hälfte sorge für das Alter vor, zitiert die Zurich Gruppe eine aktuelle Studie. (fp)