Die Reduktion von Lebensmittelabfällen könnte eine der wirksamsten Maßnahmen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen sein, meint die Fondsgesellschaft DWS. Demnach gehen 40 Prozent der weltweit angebauten Lebensmittel verloren oder werden verschwendet. Nahrungsmittelverlust meint dabei Verluste in der Produktions-, Nachernte- und Verarbeitungsphase. Gründe dafür sind beispielsweise schlechte Kühlung, Verunreinigung der Produkte oder Nagetiere, die falsch gelagerte Körner fressen. Das ist laut DWS ein besonders großes Problem in Indien, wo derartige Nachernteverluste etwa zehn Prozent der gesamten Nahrungsmittelproduktion ausmachen.

Es sei dabei nicht nur aus ethischen Gründen notwendig, Nahrungsmittelverluste zu reduzieren, schreiben die DWS-Experten in ihrem Marktbericht. Entsprechende Maßnahmen könnten sich auch für Investoren lohnen: Eine Analyse des "Consumer Goods Forum" ergab, dass jeder US-Dollar, der in die Reduktion von Lebensmittelabfällen investiert wird, stolze 14 US-Dollar wieder einbringen könnte. Mögliche Maßnahmen wären laut DWS etwa thematische Fonds für eine bessere Lebensmittellagerung und -handhabung, bessere Verpackungen sowie Mitarbeiterschulungen. (fp)